Warum teuer gekauft nicht gleich gut ist

Dieser Beitrag bezieht sich auf gekaufte und frei verfügbare Themes und Templates für unterschiedliche Content Management Systeme wie z.B. WordPress. Oft bekommt man den Spruch gesagt „Wer billig kauft, kauft zwei Mal.“ oder „Was nichts kostet das taugt nichts.“ – Prinzipiell kann auch ich diese Sätze unterschreiben, doch nur ihrem Prinzip nach. Warum diese Sätze besonders bei gekauften Themes nicht immer gelten, möchte ich in diesem Beitrag näher beleuchten.

Welche Fehler auch teure Themes machen

Wenn man ein Theme oder Template (im weiteren Verlauf nur Theme genannt) kauft, erwartet man eine gute bis perfekte Qualität und auf jeden Fall eine bessere Qualität als die kostenlosen Themes. Ich möchte hier gar keine Lanze für kostenlose Themes brechen, dennoch komme ich nicht umhin zu zeigen, dass auch Themes die Geld kosten – nicht selten sogar viel Geld – auch Fehler haben können.

1. Fehler: Quellcode

Ob teuer oder nicht, jedes Theme kann Fehler im Quellcode haben oder unnützigen, nicht komprimierten Quellcode mitbringen. Im schlimmsten Fall beeinträchtigt dies die Funktionen – oft von anderen Teilen der Webseite – manchmal auch nur die Geschwindigkeit. Doch gerade die Geschwindigkeit einer Webseite ist ein wichtiger Faktor für das Benutzererlebnis (Usability und User Experience) und das Ranking einer Webseite in den Suchmaschinen. Als Laie ist solch ein Fehler oft schwer bis gar nicht zu erkennen, denn oft funktioniert etwas einfach nicht und man weiß nicht wieso.

2. Grundregeln der Suchmaschinenoptimierung

Ein ganzer Teil der Suchmaschinenoptimierung beschäftigt sich mit der Ausgabe der Webseite, die sogenannte onPage-Optimierung. Hier gibt es einmal sehr einfach einzuhaltende und umzusetzende Regeln, aber auch sehr komplexe. Trotzdem erlebe ich es immer wieder, dass teure Themes die einfachsten Regeln nicht einhalten. So wird dann z.B. auf einer Seite keine h1-Überschrift (Überschrift 1. Ordnung, ähnlich dem Titel eines Buches) angezeigt, sondern direkt mit h2 begonnen. Oder es werden mehrere h1-Überschriften verwendet, ohne HTML5-Sektionen zu verwenden. Denn ohne HTML5 Sektionen gilt der Grundsatz: 1 h1 Überschrift pro Seite und dann weiter nach unten Gliedern mit h2 und h3. Dies sorgt für die Struktur eines Textes – bleiben wir beim Buch-Vergleich, haben wir den Titel (h1), die Überschrift der Kapitel (h2) und in den Kapiteln einzelne Absätze mit Überschriften (h3). So wird schnell deutlich, dass es h1 nur einmal, h2 und h3 aber mehrmals geben kann und sollte. Diese eindeutige Struktur hilft den Suchmaschinen eine Webseite schneller zu erfassen und führt damit zu einem besseren Ranking.

3. Fehlende Optimierung

Oft lassen sich auch gekaufte Themes noch optimieren, obwohl es keinerlei Problem wäre, dies bereits bei Auslieferung des Themes für alle Kunden getan zu haben. So muss dann doch der Endkunde noch einmal ran, oder es muss jemand beauftragt werden. So sind bei vielen Themes Grafiken nicht optimiert oder wie in 1. bereits angesprochene, unnötige Zeilen im Code welche die Dateigröße aufblähen. Je größer die Dateien aus denen sich die Webseite später zusammensetzt, desto länger benötigt diese zum Laden. Logisch, aber leider kein Standard.

Fazit

Diese Fehler machen natürlich nicht nur kostenpflichte Themes, sie ziehen sich durch alle Themes von kostenlos bis teuer hindurch. Und es stimmt sicher, dass kostenpflichtige Themes dem Benutzer meistens mehr bieten. Trotzdem garantiert das Ausgeben von Geld für ein fertiges Theme nicht, dass dieses bereits perfekt ist und nichts mehr daran gemacht werden muss. Bedarf zum optimieren ist so gut wie immer vorhanden. Mir ist noch kein Theme untergekommen, aus dem man nicht noch ein paar Prozent rausholen kann. Diese paar Prozent, können am Ende den Unterschied zwischen 1. und 2. Platz in einer Suchmaschine machen. Daher kann ich nur empfehlen sich mit dem eigenen Theme zu beschäftigen, oder eine*n Fachfrau/Fachmann drüber schauen zu lassen

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