Der Vorteil responsiven Webdesigns

Responsives Webdesign ist stark im Kommen. Doch was ist responsives Webdesign?

Responsives Webdesign ist ein Begriff, welcher mehrere eigentlich voneinander abgetrennte Begriffe wie mobiles Webdesign, liquides Webdesign und adaptives Webdesign miteinander vereint und sich trotz dessen von diesen Abgrenzt. Responsives Webdesign passt sich an die Eigenschaften des Geräts an, mit dem die Webseite aufgerufen wird. Responsives Webdesign hat also zum Ziel auf jedem Gerät ein perfektes Nutzererlebnis (Usability) zu bieten.

Responsives Webdesign – die  Wichtigkeit nimmt zu.

Besonders im Hinblick auf aktuelle Updates des Google Algorithmus (das letzte vom 21. April 2015) forciert Google die nutzerfreundliche Darstellung von Webseiten auf mobilen Endgeräten. Damit wird eine auf mobile Endgeräte optimierte Webseite ein Ranking-Faktor für mobile Endgeräte. Google unterscheidet also in der Suche, ob man mit einem mobilen Endgerät (Smartphones z.B.), mit einem Tablet oder mit einem normalen PC (Desktops, Laptops) sucht. Für jede Suche gibt Google unterschiedliche Ergebnisse aus, je nachdem wie gut oder schlecht die Webseiten auf dem jeweiligen Endgerät funktionieren. Da mittlerweile gut 80% aller Internetnutzer auch mit mobilen Endgeräten surfen, ist dieser Faktor nicht zu vernachlässigen und wird in Zukunft noch an Bedeutung gewinnen.

Was bringt responsives Webdesign?

Frank Doerr von Seo-Scene.de hat an 11 Projekten getestet, was die Umstellung auf responsives Webdesign bringen kann. Dabei kamen sehr interessante Ergebnisse heraus. Innerhalb des Tests führte Doerr nur zwei Maßnahmen durch: Die Umstellung auf responsives Webdesign und das Aufräumen von Alt-Lasten auf der Webseite. Überprüft wurden die Werte nach 4 und nach 8 Wochen.

Gemessen wurde der Sichtbarkeitsindex der Webseiten, welche sich aus vielen verschiedenen Kennzahlen zusammensetzt und die gesamte Sichtbarkeit der Webseite in einer Suchmaschine – hier Google – repräsentieren soll. Je höher der Sichtbarkeitsindex, desto besser.

Im Mittelwert nahmen die Webseiten nach 4 Wochen um -5%  ab. Nach 8 Wochen um +34%. Dies ist unterschiedlich zu erklären, liegt aber mitunter daran, dass Google die Webseite neu bewertet und dies eine Zeit lang dauern kann. Hier wird bereits deutlich, dass eine kurzfristige Messung der Ergebnisse keinen Sinn macht und man auf Basis von kurzfristigen Messungen (2-4 Wochen) keine Schlüsse für das weitere Handeln zielen sollte.

Die beiden Mittelwerte nach 4 und 8 Wochen sind von Ausreißern bereinigt. Denn eines der Projekte legte nach 4 Wochen um 1.500% und nach 8 Wochen um 1.783% zu. Ein zweites Projekt erreichte nach 8 Wochen +29.900%. Dies stellt sicherlich keinen Messfehler dar, sondern eine positive Ausnahme.

Was bedeutet dies für die Praxis?

Für die Praxis bedeutet dies, dass eine Umstellung auf responsives Webdesign nicht nur für die Benutzererfahrung besser ist, welche sicherlich die Webseite lieber besuchen, wenn sie auf allen Endgeräten ein ausgezeichnetes Erlebnis bietet, sondern dass sich dies auch auf die Rankings in den Suchmaschinen niederschlägt, was insgesamt für das Unternehmen von Vorteil ist. Auch wenn 4 von 11 Webseiten nach 8 Wochen einen leichten Verlust des Sichtbarkeitsindex aufwiesen, kann man davon ausgehen, dass dieser wieder steigen wird. Der bereinigte Mittelwert von +34% spricht für sich.

Des Weiteren besteht die kleine Chance, dass das eigene Projekt einen Ausreißer darstellt, wie 2 der Projekte bei der Messung von Doerr. Wer würde sich nicht eine Steigerung des Sichtbarkeitsindex um 29.900% wünschen?

Sicherlich, responsives Webdesign erfordert mehr Arbeit und Aufwand und ist dementsprechend teurer. Es ist aber gleichzeitig deutlich Zukunftssicherer und angenehmer für die Benutzer. Als Agentur können wir nur empfehlen, alle zukünftigen Projekte mit responsiven Webdesign umzusetzen.

Link zur Studie von Frank Doerr: Seo-Scene.de

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